Die Gewinner des Wettbewerbs 2017/2018

Aus über 47 Bewerbungen, die beim Wettbewerb „Share Economy – Impulsgeber für den digitalen Wandel“ eingereicht wurden, stachen 4 Teams mit ihren Ideen ganz besonders hervor. Im Oktober 2017 wird das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg die Gewinner im Rahmen des Impulskongresses „Let’s Share on“ auszeichnen und ihnen Fördergeld von jeweils 44.000 EUR überreichen. Zudem gibt es einen Sonderpreis in Höhe von 4.000 EUR für einen Schüler des phaenovum Schülerforschungszentrum Lörrach, der mit seiner Einreichung die Jury beeindruckte. Mit diesem Fördergeld können die Teams die kommenden Wochen und Monaten nutzen, um ihre Ideen noch weiter zu konkretisieren. Die Ergebnisse werden am 04.07.2018 beim großen Landeskongress shareBW im ZKM | Zentrum für Kunst und Medien vorgestellt.

Kategorie Smarter Earth / Energy: V-INDUSTRY

Sharing Economy goes Industry! Wenn Maschinen in einem Unternehmen stillstehen, werden Laufzeiten nicht genutzt und wertvolle Ressourcen verschwendet. Sind dagegen alle Maschinen belegt, können Aufträge nicht abgearbeitet werden und im schlimmsten Fall gehen Kunden verloren. V-INDUSTRY löst dieses Problem mit Hilfe einer Hardware-basierten Konnektierung samt Web-Applikation, auf der Unternehmen ihre Maschinen teilen können. Die kollaborative Nutzung von Ressourcen wird unkompliziert möglich – durch Mieten und Vermieten. V-INDUSTRY bietet darüber hinaus alle Facetten einer Produktion im virtuellen Raum, um Maschinen einzubinden oder auszulagern – eine virtuelle Fabrik, die reale Produkte fertigt. Für die angeschlossenen Partner wird die Produktion effizienter, Maschinen werden besser ausgelastet und gleichzeitig wird der ökologische Fußabdruck reduziert.

Kategorie Mobility: Local Zero

Die Firma raumobil GmbH will eine bestmögliche Fuhrparkauslastung von Unternehmen sowie einen besseren Zugang zu elektrisch betriebenen Fahrzeugen herstellen. Dafür haben sie die Online-Plattform Local Zero entwickelt, die von der Buchung bis zur Abrechnung die Nutzer begleitet und eine individuelle und schnell realisierbare Sharing-Möglichkeit für kleinräumige Zusammenschlüsse anbietet. Die Kosten werden gemeinschaftlich, anteilig nach Unternehmensgröße, einfach und fair geteilt.

Kategorie Integration / Participation: Welcome2Work

Eine wirtschaftliche Perspektive für Flüchtlinge gibt die Plattform Welcome2Work, die von Studierenden des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) entwickelt wurde. Diese Online-Plattform unterstützt Geflüchtete bei der Arbeitsplatzsuche und organisiert gleichzeitig ein online-gestütztes ehrenamtliches Patenprogramm, um die Geflüchteten in den deutschen Arbeitsmarkt zu integrieren: Auf welcome2work.de haben Flüchtlinge die Möglichkeit sich ein Bewerberprofil anzulegen oder sich direkt auf offene Stellen zu bewerben. Partner und Paten bieten Workshops an, bei denen gemeinsam Bewerbungsmappen erstellt, über das deutsche Arbeitsleben diskutiert und die Bewerber gezielt darauf vorbereitet werden. Durch das Patensystem werden Flüchtlinge über den gesamten Bewerbungsprozess bis zur erfolgreichen Jobvermittlung betreut.

Kategorie Creativity: ATO

Mit einem nachhaltigen Neuentwurf im Bereich des Kunstmarktes, möchte das Team von ATO Kunstwerke und Ideen ausgewählter KünstlerInnen an KäuferInnen vermitteln.
Die wenigsten KünstlerInnen können sich allein durch ihre Kunst finanzieren. Dazuhin verschwindet durch den Verkauf an Privatleute die Kunst vom Markt und wird dadurch der Gesellschaft unzugänglich. Dem möchte das Team von ATO entgegenwirken.
Da künstlerisches Schaffen aber auch im digitalen Zeitalter nach wie vor mit dem realen Erleben des Werkes verknüpft ist, gilt es, die Vorteile von physischen Ausstellungsorten und Kunststätten in den Vordergrund zu stellen. Kunstwerke die auf der Onlineplattform präsentiert sind, können jederzeit parallel im „realen Raum“ ausgestellt werden. Auf diesem Weg können KünstlerInnen institutionsunabhängig und selbstbestimmt an Ausstellungen in Kunstvereinen, Offspaces, Projekträumen, Institutionen oder Stiftungen teilnehmen.

Schüler-Sonderpreis: Intelligentes Fahrradschloss

Die Jury war sehr beeindruckt von der Einreichung eines 14-jährigen Schülers vom Schülerforschungszentrum Lörrach. Er hat einen Prototypen für ein intelligentes Fahrradschloss entwickelt, das mit dem Smartphone gesteuert wird. Interessant ist, der Verleih-Modus, der es ermöglicht, das Rad mit anderen zu teilen. Das Schloss ist am Hinterrad angebracht und kann via App auf- und abgeschlossen werden. Diesen Erfindergeist honoriert die Jury einstimmig mit einem Sonderpreis in Höhe von 4.000 Euro an das phaenovum Schülerzentrum Lörrach, um dem Erfinder und seinen Mitschülern die Möglichkeit zu geben, solche Ideen weiterzuentwickeln.